Spürst du es II [04.05.06]

»Spürst du es?«, dies war die erste Frage von einem Engel, als sie mich mit verdeckten Augen in ihrer Welt weckte. Heute Nacht stellt mir Engel Danielle während ihres Besuches die gleiche Frage.

Ich erforsche zunächst eine Insel, sie heißt »Zum Paradies«. Ich betrete einen dichten Jungel vom Strand aus. Ein Weg führt inmitten zwei kleiner Bergeabhänge. Riesige strahlend grüne Bäume wachsen links und rechts von mir. Prächtige Büsche stehen zu ihren Füßen und fühlen die Fläche zwischen ihnen aus. Mein brauner, grassloser, Pfad führt mittendurch. Der blaue Himmel strahlt durch die offene Fläche über mir. Nach einer Weile laufe ich erschöpft ins Wasser und setze mich hin, um zu rasten. Öffne langsam meine Augen.
»Wow.«
Ich bin nun woanders. Es ist ein Felsenbad in einer Höhle. Draußen spazieren Menschen. Die Sonne strahlt und jemand spricht zu mir. Ein Engel unterhält sich mit mir, doch ich bin nicht wach genug um mich an die Unterhaltung zu erinnern. Ich kriege sie nur unbewusst mit.
Der Traum verändert sich erneut. Ich bin im Keller meiner Wohnung und Laufe hoch ins oberste Stockwerk. Puste dabei schwer vor Erschöpfung. Eine Nachbarin läuft an mir vorbei. Ich setze mich auf den Treppen hin und wache auf …

Das Bild wird klar, ich bin auf dem Korridor des obersten Stockwerks eines Mehrfamilienhauses. Die Treppe verläuft im Rechteck nach oben, in der Mitte ist ein Loch. Es kommt mir bekannt vor. Es ähnelt dem Haus meiner Tante aus der Kindheit! Es ist beeindruckend. Es ist täuschend echt. Als sei ich wirklich wieder dort.

Ich beginne mein Bewusstsein zu verlieren und wache auf am Tisch in einer Küche auf. Mehrere Engel sitzen um mich herum, eine der Frauen spricht:
»Sonia geht es schon viel besser, Sie kann inzwischen wieder mit Männern zusammen sein. Nur kann sie noch immer nicht intim sein. Wir müssen aufpassen, dass ihr kein Unsinn macht.«
Ich sinke meinen Kopf, ich will das gar nicht hören und versuche alles zu ignorieren. Ich wache in meinem Bett auf und liege still, bis ich mich überwinde, etwas zu sagen.
»Danke, es freut mich zu erfahren, dass es ihr besser geht.«

Ich schlafe wieder ein und sehe das Bild eines Computerspiels. Es ist eine Flugsimulation des Ersten Weltkrieges. Ein Engel steuert das Flugzeug und zeigt mir seine Flugfähigkeiten! Er schießt in kurzen Abständen mehrere feindliche Flugzeuge ab!
Nun lässt er mich übernehmen. Ich steure das Spiel mit Augen und Geist. Das Flugzeug bewegt in die Richtung, wo meine Augen hinschauen. Ein feindliches US-UFO taucht auf und feuert Überwachungsdrohnen ab! Ich konzentriere mich und eröffne das Feuer! Feuere aus allen Rohren auf die kugelförmigen Kameras! Kaum ist eine vernichtet, schon wurden zwei weitere abgefeuert! Ich konzentriere mein Feuer auf die US-UFO-Untertasse, um die Drohnen kümmere ich mich später! Ohne ihr Mutterschiff sind sie nutzlos!
Das Spiel endet. Eine Punkteliste erscheint, in die der Engel seinen Namen eingibt.
»M… oo … u … z … ani?«, lesen fällt mir in Träumen sehr schwer.
Das Bild der Spielerrangliste verschwindet und wird von einem schmalen, länglichen Kasten ersetzt. In dem Kasten ist eine lange Reihe von Metallbuchstaben. Der Erste ist ein M. Eine Hand schiebt die Zahlen nach hinten, die meisten wiederholen sich: »Mmoooouuuuzzzaaaaraannni«. Mehr oder weniger. Der Name ist fremdartig. Das Bild verschwindet erneut und ich höre eine Stimme:
»Du Patricia, Patricia, ich Mouni, Mouni«
Mouni also. Ich verlange von den Engeln immer wieder, mir ihre Namen preiszugeben. Es gibt so viele von ihnen!

Ich wache auf und liege verschlafen im Bett. Nach wenigen Sekunden spüre ich etwas am Hinterkopf und höre eine Bekannte stimme, es ist Danielle:
»Fühlst du es?«
Sie küsst meinem Rücken und streichelt die Hand.
»Ja.«
»Und das?«
Nun streichelt sie über meine Schulter und umarmt mich. Ihr Arm berührt dabei kurz meinen Kopf. Sie lässt mich wieder los und küsst ein weiteres Mal meinen Rücken. Dann spüre ich erneut etwas am Hinterkopf und meine Wahrnehmung wird wie üblich. Ich liege im Bett und kann meine Umgebung klar wahrnehmen.

Ich schreibe alles auf und schlafe wieder ein. Ich sehe nun eine meiner Facebook Leserinnen. Sie sitzt im Freiem und lest einen meiner Tagebucheinträge:
»Vielleicht wollen dir die Engel mit den Zahlen etwas mitteilen.« Ich denke dabei an die Zahl 27, die mir so oft auffällt. Das Geburtsdatum von Sonia.
Ich wache langsam auf. Mein unsichtbarer Engel küsst mich währenddessen auf der rechten Backe dann auf den Mund. Nun zieht sie an der Decke, weil ich mich zu ihr drehen möchte. Ich erschrecke dabei, ich bin nackt! Ich sehe in meinem Geist nun ein Bild von ihrem Gesicht, ihre Augen breiten sich vor Schreck und sie spielt einen Panikschrei vor!
Bevor ich ganz wach bin, küsst sie mich nochmal auf die Lippen. Auch dieses Mal fühle ich ein leichtes Saugen an meinem Hinterkopf. Etwas lässt los, trennt sich von mit. Es ist der Punkt, den sie im anderen Traum als Injektionspunkt bezeichneten. Einer der PSI-Fokalpunkte.

Ein paar Wochen später, während ich den Eintrag in meinen Computer übertrage, fällt mir das Datum auf: 04.05.06? Sie ließen mich diese Zahlen bestimmt in meinem verschlafenen Zustand schreiben. Auch fortlaufende Zahlen haben eine bestimmte Engelsbotschaft: »Alles wird gut«.

Es war der Donnerstagmorgen 03.09.2015.

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