Engelskinder erklären Manifestation {21. September ’16}

Gerade eben lief ich noch durch die klare Herbstnacht im kindlichen Körper, die Kälte der Nacht so klar auf meiner Haut spürbar, und nun betrachte ich eine Vision, die sich direkt vor meinem Sichtfeld abspielt.
Ein Junge und Mädchen, sie schauen wie etwa zwölfjährige aus,  sitzen auf großem Bett und spielen mit Raumschiffchen. Außer ihnen und dem Bett samt Bettzeug sehe ich nur eine schwarze Leinwand aus Nichts im Hintergrund. Ein Teil der Raumschiffe hat die gleiche Form aber jeder eine andere Farbe. Sie reichen von Gelb bis Rot. Sie liegen auf einem Häufchen etwas seitlich zwischen den beiden. Der Junge erinnert mich Augenblick an meine Kindheit. Auch ich habe sehr gerne mit Raumschiffen gespielt. Ich hatte keine Richtigen. Ich nahm immer Alltagsgegenstände, wie zum Beispiel eine armbandlose Uhr, und stellte mir vor es seien Raumschiffe. Ich stellte mir die unterschiedlichsten Abenteuer vor. Nachhinein erinnere ich mich an einen Traum, in dem ich in einem gigantischen Raumschiff flog. Ich blickte aus dem Fenster zu einem roten Weltraum Nebel, der sich vor mir erstreckte. Selbst nach Jahrzehnten wirkt es wie die Erinnerung an einen echten Ort. Die zwei Kinder unterhalten sich über ihre Zukunft.
»Wenn ich groß bin, will ich den und den und den haben«, sagt der Junge und greift mit seinen Armen nach den bunten Raumschiffen. Zieht sie alle an seine Brust.
»Du darfst sie nicht so sehr wollen, sonst werden sie sich von dir entfernen. Und du musst dich entscheiden. Du kannst einen Unterschiedlichen pro Woche wählen.« Das Mädchen hat eine himmlisch sanfte, einfühlsame und zugleich reife Stimme. Wie ich sie sonst nur von Engel Elle kenne. Ihre reifen Worte erinnern mich augenblicklich an meine Zwillingsflamme Sina. Sie war die erste Person, mit der ich mich richtig Reif unterhalten konnte. Wie dieses Mädchen war sie intelligent und weise jenseits ihres Alters. Ich traf sie, nachdem ich jahrelang davon träumte, jemanden wie mich zu treffen, und es bereits aufgegeben hatte. Ich hatte mich damit abgefunden, alleine zu leben. Dann traf ich sie. Bereits unser erstes Gespräch war bedeutsam. Ihre allererste Frage an mich: »Was meinst du mit Mut?«. »Nun, Mut kann vieles sein. Zum Beispiel jemand Fremdes anzusprechen«, erwiderte ich. Unsere Gespräche zogen sich wie ein Faden flüssig von einem Thema zum Nächsten. Am Ende Beobachteten wir beeindruckt, bei welchem Thema wir angefangen haben, und wo wir gelandet sind. Und selbst noch mit 30 waren wir genauso süß wie diese beiden. Noch in unserer letzten Nacht standen wir schüchtern nebeneinander, wartend an der Theke. Unsere kleinen Finger fanden sich auf der Handablage, während wir stur nach vorne blickten, sie rieben aneinander und umschlossen sich zu einem Kleinfinger-Schwur.
»Was ist das, ein (Sina) Werbevideo?«, ich rufe lachend, während das Mädchen sich den Jungen nähert und die Raumschiffchen wieder auf dem Bett ablegt.

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